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Mitten rein – Fühlen statt Denken

Ein Kind mit Tüllrock, Flügeln und einem Zauberstab springt mit gestreckten Armen und Beinen in die Luft.
Lesezeit: 2 Minuten

Als Kinder gelernt

Viele von uns haben schon als Kind gelernt, das Denken wichtiger ist als Fühlen. Sätze wie „stell dich nicht so an“ nehmen dem Gefühl jede Bedeutung. Kinder verlernen auf ihren Bauch zu hören, ihre Gefühle auszudrücken. Brav sein und sich anpassen wird gefordert. Als Kind Wut zu zeigen, ist oft ein No-Go.

Gefühle

Als Erwachsene meine Wut zu spüren und anzunehmen, hat Jahre gedauert. Lange habe ich es gar nicht als schlimm empfunden, dass ich nicht wütend werde. Wut ist so unkontrolliert. Und Kontrolle gefällt meinem Kopf sehr gut.

Aber Wut gehört zu mir genauso wie die Freude. Und dem Gefühl der Wut wohnt so eine Lebendigkeit inne. Es zählt nur der Moment. Auch Traurigkeit habe ich lange versucht zu überdecken mit Serien, Liebesfilmen und Shopping. Doch auch die Traurigkeit gehört zum Leben.

Aussuchen?

Lange habe ich in der Illusion gelebt, ich könne mir aussuchen, nur die schönen Gefühle zu spüren. Meine Wut und meine Traurigkeit habe ich nicht zugelassen. Mein Kopf hat versucht, alles zu kontrollieren. Nur leider hat diese Art der Kontrolle Nebenwirkungen: Auch die Freude ging verloren.

Ohne die oft als negativ gebrandmarkten Gefühle wie Trauer oder Wut verschwindet auch die Freude und die Leichtigkeit. Gefühle gibt es nur als ganzes Paket. Unterdrücke ich die negativen Gefühle, zeigen sich auch die angenehmen Gefühle kaum noch.

Der Wunsch nach Kontrolle

Der Wunsch meine Gefühle jederzeit zu kontrollieren, um die „schlimmen“ Gefühle nicht ertragen zu müssen, hat meinen Kopf immer weiter aufgebläht und mein Herz immer mehr verschlossen. Erst als ich verstanden habe, dass mein Kopfes mich nicht aus meiner Gefühllosigkeit holen kann, konnte sich etwas ändern.

Denn ich kann das Leben nicht denken. Ich kann es nur spüren.

Mitten rein

Zu viel Fokus auf Denken und Wissen, der Wunsch zu kontrollieren und die ständigen Bewertungen des Kopfes, verhindern genau das: Ich verpasse die Lebendigkeit des Lebens. Das Leben ist stets mitten rein, wo der Kopf noch zögert. Unser Herz kennt den Weg schon, wenn der Kopf noch analysiert.

Wage zu spüren, statt zu denken.
Wage deinen Gefühlen wieder mehr Raum zu geben.

Wann fängst du damit an? Am besten gleich heute: In was wagst du dich heute mitten rein, weil es dein Herz dir zuflüstert?

 

Bildnachweis für diesen Beitrag: Kinder, Kostüm, Fee © Pexels (pixabay CC-0)

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