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Welches Samenkorn säst du heute?

Ein Baum steht auf einer grünen Wiese, gewachsen aus einem kleinen Samenkorn.
Lesezeit: 2 Minuten

Wenn schon Veränderung, dann sofort

Vielen Menschen wünschen sich Veränderung, aber diese soll möglichst sofort da sein. Sie möchten vom Ist-Zustand direkt in den neuen Zustand springen.

In diese Falle bin ich auch getappt. Aus der Klarheit „so wie es jetzt ist, soll es nicht mehr sein, es muss anders werden“, habe ich mich hinfort geträumt. Ich habe mir mein anderes, vermeintlich leichteres Leben vorgestellt, jedoch ohne wirklich loszugehen.

Wenn Träume reichen

Der Zustand von mehr Zufriedenheit oder mehr bei mir selber angekommen sein hat sich in meinen Träumen sehr schön angefühlt. Lange Zeit habe ich mich mit dem Träumen zufriedengegeben. Die Vorstellung davon, dass ich eines Tages die Veränderung anstoße, hat mir als Flucht aus dem momentanen Jetzt gereicht.

Die Angst vor dem Weg

Ich hatte große Angst, den ersten Schritt zu machen. Was würde geschehen, wenn ich es wirklich wage den ersten Schritt zu machen. All die Hürden und die Schwierigkeiten ehe ich ankomme haben mich erschreckt und gelähmt. Denn der Weg in die veränderte Situation braucht seine Zeit. Aus dem wie es momentan ist, komme ich nicht in einem Schritt dahin, wie es sein soll. Vor diesem Weg hatte ich Angst.

Was nehme ich in den Blick?

Stets hatte ich dabei den ganzen langen Weg vor Augen. Wie viel müsste ich bewältigen? Was müsste sich alles verändern? Mein Kopf wollte planen, strukturieren und kontrollieren. Aber es lag vor allem Ungewissheit vor mir, was geschehen würde und welchen Situationen ich mich stellen werden müsste. Der Weg schient nicht kontrollierbar und nicht abschätzbar. Würde ich es schaffen?

Schritt für Schritt

Dabei hatte ich etwas Entscheidendes übersehen: wir gehen unsere Wege stets Schritt für Schritt!

Ich brauche nicht,

… den ganzen Weg zu Beginn zu überblicken,
… die Kraft für den ganzen Weg auf ein mal zu spüren,
… den Mut, der für die ganze Strecke nötig ist, schon zu Beginn vollständig zu haben.

Aus einem kleinen Samenkorn

So wie ein Baum mit dem Keimen und Aufbrechen eines kleinen Samenkorns beginnt, beginnt meine Veränderungsreise mit dem Nähren der Sehnsucht in meinem Herzen. Und mein erster Schritt ist das Aufbrechen der Samenkapsel. Ich brauche den Weg nicht zu kennen, ich brauche nicht zu wissen, wann welche Herausforderungen auf mich zu kommen. Es gilt immer nur den nächsten Schritt auf dem Weg anzugehen.

Deine Sehnsucht

Mache dir bewusst: Was zählt, ist immer nur der nächste Schritt. Du brauchst nicht den ganzen Weg zu kennen, du brauchst nur deine Sehnsucht. Sie ist deine Ausrichtung, dein innerer Kompass.

So wie ein Samenkorn nicht über die Aufgabe nachdenkt zu einem starken Baum heranzuwachsen, brauchst auch du immer nur den Blick auf den nächsten Schritt zu richten. Und wenn du heute die Samen säst, und Schritt für Schritt deinen Weg gehst, wirst du überrascht sein, was möglich ist.

Welches Samenkorn möchtest du jetzt pflanzen, damit du in der Zukunft im Schatten dieses Baumes sitzen kannst?

 

Bildnachweis für diesen Beitrag: Baum, Einsam, Wiese © realworkhard (pixabay CC-0)

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