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7 Wege wie du sicherstellst, dass du unzufrieden bist

Ein Wald im Nebel - als Bild dafür wie ich selber sicherstelle unzufrieden zu sein.
Lesezeit: 3 Minuten

Ganz sicher unzufrieden

Was musst du selber tun, damit du bestimmt nicht glücklich wirst in deinem Leben? Wie könntest du mit der aktuellen Herausforderung umgehen, um sicherzustellen, dass es möglichst schwer für dich ist?

Ich bin mir sicher, dir fallen Ideen dazu ein, wenn du dich auf die Frage einlässt. Oft weiß ich selber, was mir guttut und, was mir nicht guttut. Dennoch fällt es mir schwer, mich selber zu unterstützen und nicht in die üblichen Fallen zu tappen.

Dreh‘ die Frage um

Warum habe ich die Fragen zu Beginn so formuliert? Normalerweise frage ich mich selber: Was muss ich machen, dass es mir nicht so schlecht geht? Oder auf ein positives Ziel gerichtet formuliert: Was kann ich tun, damit ich Freude und Zufriedenheit erlebe? Die Antwort darauf zu finden, fällt oft schwer. Mein Kopf fühlt sich blockiert und steckt im Gedankenkarussell um die aktuellen Schwierigkeiten und Probleme fest.

Wenn ich die Frage nun umdrehe, bin ich herausgefordert einen neuen Blickwinkel einzunehmen. Was müsste ich machen, damit es mir nicht gut geht? Über den veränderten Blickwinkel kommen mir neue Ideen. Ich finde Lösungsansätze, die ich vorher nicht erkennen konnte.

Frage an dich – eine Übung

Welche Frage stellst du dir gerade? Was fällt dir schwer? Was möchtest du ändern? Und nun dreh die Frage um. Frage dich, was du tun musst, um das Gegenteil zu erreichen. Nimm dir etwas Zeit und Ruhe. Hast du deine Frage formuliert und umgedreht, lass Antworten aufsteigen. Wenn du magst, schreibe sowohl die Fragen als auch deine Antworten auf. Beim Schreiben ist dein Kopf beschäftigt und hinterfragt deine Antworten nicht. Lass deine Ideen und Antworten einfach aus dem Herzen auf das Blatt fließen.

Wenn du diese Übung machen möchtest, dann höre für den Moment auf zu lesen, damit deine Antworten aufsteigen können. Gib dir und deinen Fragen sowie Antworten Raum. Meine Antworten können Anregung sein, daher hier meine Top 7 Wege, die mich abhalten glücklich zu sein.

Sieben Möglichkeiten unzufrieden und nicht glücklich zu sein

Was muss ich machen, dass ich unzufrieden bin und mit meinem Leben hadere:

  1. Schlecht über mich selber denken und reden
    Mich selber für meine Fehler, meinen mangelnden Mut, meine fehlende Konsequenz und meine allgemeine Unfähig herunterzumachen, ist eine sehr gute Basis, um sicherzustellen, dass ich unglücklich bin. Wahlweise sind negative Gedanken oder auch schlecht über mich selber reden einzusetzen. Wenn ich innerlich mit mir selber schlecht rede, kann ich dafür sorgen, dass mein Selbstwertgefühl möglichst klein bleibt.
  2. Begrenzende Glaubenssätze
    An Glaubenssätzen festhalten, die mich limitieren, hängt manchmal mit Weg eins zusammen. Ich habe z. B. den Glaubenssatz “ich kann das nicht”, kann ich diesen innerlich möglichst oft wiederholen, um schlecht über mich selber zu denken und so den Glaubenssatz festigen. Mir nicht über begrenzende Glaubenssätze klarzuwerden, ist ebenfalls sehr wirkungsvoll. So stelle ich sicher, dass ich mich selber nicht entlarven kann, wenn ich im Glaubenssatz festhänge.
  3. Anderen die Schuld geben
    Ein guter Weg ist auch die Schuld für meine aktuelle Situation bei anderen zu suchen. Wahlweise helfen mir hier, mein Chef, die Arbeitskollegen, die Nachbarn, mein Mann, das Leben oder das Universum. Meiner Kreativität bei der Wahl der Schuldigen sind fast keine Grenzen gesetzt. Dieser Weg ist ein sehr bekannter und verbreitet eingesetzter Weg, um sicherzustellen, unglücklich zu sein.
  4. Jammern
    Diesen Weg kann ich sehr gut mit dem Weg Nr. drei kombinieren. Wenn die Anderen, das Wetter oder die Welt mich mies behandeln, gilt es darüber ausgiebig zu jammern. Regelmäßiges beschweren hilft, die wahrgenommene eigene Last zu vergrößern. Wichtig ist, dass ich möglichst immer und überall das Schlechte suche. Hier kann ich auch verschiedene Kommunikationskanäle einsetzen: jammern am Telefon, in Gesprächen mit Arbeitskollegen, im Internet, per Chat …
  5. In der Vergangenheit leben
    Den guten alten Zeiten hinterherzutrauern ist ebenfalls ein sehr guter Weg, keine Zufriedenheit zu finden. Früher war es einfacher, besser und das Leben war schön. Indem ich mich immer wieder in die alte Zeit träume, stelle ich sicher, dass ich nicht im jetzigen Moment lebe. Das Leben, was jetzt da ist, kann ich so sicher nicht erleben und genießen.
  6. Recht haben wollen
    Auch bei Alltagsbanalitäten dafür zu kämpfen, dass ich recht habe, hilft mir, dass ich möglichst viele Konflikte und Auseinandersetzungen in mein Leben hole. In Gesprächen mit anderen stelle ich daher stets sicher, dass meine Meinung die einzige ist, die zählt. Mein Weg etwas zu machen, ist die einzig wahre Art und die Ideen und Sichtweisen anderer zählen nicht. Der ständige Kampf darum sorgt zuverlässig dafür, dass ich unzufrieden bleibe.
  7. Widerstand der Veränderung gegenüber
    Den Abschluss meiner Top sieben Möglichkeiten, möglichst unzufrieden zu sein, macht mein Widerstand Veränderungen gegenüber. Veränderungen bergen nämlich mehrere Gefahren:
    • Ich könnte neue Erfahrungen machen, die meinen Blickwinkel verändern.
    • In mein Leben könnte eine neue Qualität einziehen, dir mich näher an Zufriedenheit oder Erfüllung bringt.
    • Ich könnte neue Menschen kennenlernen, die mir guttun und mein Leben bereichern.

Wenn ich sicher sein will, dass ich unzufrieden bin, begegne ich Veränderungen daher auf jeden Fall mit Vorsicht. Veränderungen können mein ganzes Konstrukt aus Unzufriedenheit zu Einsturz bringen.

Welche Antworten und Wege zur Unzufriedenheit kamen bei dir?

Ich bin sehr gespannt, wie du sicherstellen kannst, dass dein Leben auf jeden Fall schwer ist und dich nicht glücklich macht. Ich freue mich, auf deine Kommentare hier oder bei Facebook.

Und nicht vergessen: Was nimmst du mit aus den Antworten? Wie gehst du mit deinem neuen Blickwinkel um?

 

Bildnachweis für diesen Beitrag: Wald, Nebel, Natur © Free Photos (pixabay CC-0)

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