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Du musst dein Leben nicht pausieren

Lesezeit: 2 Minuten

„Notiz an mein jüngeres Ich:
Du musst dein Leben nicht pausieren
Bis alle Probleme gelöst
Und alle Wunden geheilt sind.“
Tim Schlenzig, My Monk

Es braucht heute keine Artikel

Diesen Satz habe ich im Newsletter von Tim Schlenzig von My Monk gelesen. Eigentlich ist damit alles gesagt. Ich brauche keinen Artikel dazuzuschreiben. Dieser Satz trifft genau, was mir immer wieder begegnet und womit ich mich selber immer wieder ausbremse.

Innere Kontroll-Instanz

Bei mir sind es Gedanken wie „wenn ich erst dieses oder jenes erledigt habe, dann kann ich …“ oder „ich muss erst noch, bevor …“. Mit diesen „wenn …, dann … „-Gedanken, mache ich jedoch vor allem eines: Ich bremse mich aus. Meine Energie verpufft und fehlt mir, um wirklich loszulegen und etwas zu bewegen.

In diesen Momenten meine ich, ich muss erst etwas Bestimmtes geleistet haben, um mir z.B. etwas zu gönnen. Oder ich muss erst etwas lernen oder gut können, bevor ich ein Projekt angehen darf. Mein Impuls ist jedoch ein anderer. Etwas in mir würde am liebsten gleich loslegen. Aber dann spricht diese „Kontroll-Instanz“ in meinem Inneren und hinterfragt meinen Impuls.

Gut und schlecht

Kennst du Gedanken dieser Art auch? Du hast eine Idee, aber etwas in deinem Inneren bremst dich sofort loszulegen. Manchmal ist das vielleicht auch ganz gut. Wenn ich jedes Mal über die Straße rennen würde, weil auf der anderen Seite ein Hundewelpe ist, würde das meiner Gesundheit wahrscheinlich nicht gut tun. Auch wenn ich den ganzen Kuchen auf einmal aufesse, weil er so lecker ist, würde ich das danach wahrscheinlich bereuen. In einem gewissen Rahmen ist eine Impuls-Kontrolle wichtig, um z.B. auch langfristige Ziele anzugehen.

Aber viel zu oft darf diese Impuls-Kontrolle mir den Spaß und den spontanen Loslege-Moment kaputt machen. Und dieser „Loslege-Moment“ hat für mich oft etwas Magisches.

Vor mir herschieben

Leider schiebe ich Dinge oft vor mir her. Das kennst du vielleicht auch? Es gibt etwas zu tun, aber du kannst dich nicht aufraffen. Der Fachbegriff dafür heißt „prokrastinieren“. Ich vermute, jeder hat schon einmal etwas vor sich hergeschoben. Und wenn ich mich dann endlich dran setze, dann

  • ist es oft nicht so schwer, wie vorher gedacht,
  • es geht viel schneller und
  • macht manchmal sogar Spaß.

In diesen Momenten, wenn ich mich endlich dazu aufraffe, etwas anzugehen, erlebe ich diese Loslege-Momente sehr stark. Eine Art Rückenwind beflügelt mich. Ich habe die Fesseln, die mich vorher zurückgehalten haben, abgestreift und kann frei loslegen.

Jetzt geht es los

Und diese Freiheit möchte ich viel öfter spüren. Das Gefühl von „jetzt geht es los“ gibt mir zusätzliche Kraft. Ich brauche nicht zu warten, bis ich alle Probleme gelöst habe. Ich muss nicht erst alles andere erledigen, bevor ich meinem Impuls folgen darf. Das Leben ist jetzt! Worauf also warten?

Worauf wartest du?

Was hält dich zurück? Was meinst du, musst du erst noch erledigen bevor du …?

Höre auf deine Sehnsucht! Sie pflanzt dir den Impuls in deine Seele, der dir sagt: Jetzt! Jetzt ist der Moment. Worauf wartest du?

 

Bildnachweis für diesen Beitrag: Mädchen, Warten, Barriere @ brenkee (pixabay CC-0)

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