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Ja oder nein?

Lesezeit: 2 Minuten

Die Qual der Wahl

Kannst du leicht Entscheidungen treffen? Oder fällt es dir schwer, die eine Option loszulassen, um die andere zu erreichen? Denn das ist bei Entscheidungen notwendig. Wenn ich eine Wahl treffe, lasse ich immer auch etwas zurück.

Doch was wähle ich? Und was lasse ich los? Wird die Wahl die richtige sein? Oder vergebe ich eine Chance, wenn ich mich für das eine und gegen das andere entscheide?

Die Schwere von Entscheidungen

Entscheidungen können unendlich schwer sein, gerade wenn sie große Themen wie Beziehungen, den Job oder den Wohnort betreffen.

  • Werde ich in der neuen Stadt glücklich sein?
  • Werde ich wieder lieben, wenn ich meinen Partner verlasse?
  • Finde ich einen neuen Job, wenn ich diesen aufgebe?

Der Kopf versucht abzuwägen, pro und contra Argumente zu vergleichen, um möglichst keinen Fehler zu machen. Das Gedankenkarussell dreht sich und doch komme ich einer Entscheidung nicht näher. Denn ich könnte viel verlieren. Würde ich auch so viel gewinnen? Ja oder nein?

Darf das Herz mitreden?

In dem Moment, wenn mein Herz bei Entscheidungen mitreden darf, verändert sich die Qualität der Entscheidungsfindung. Es gibt Entscheidungen, auf die findet der Kopf keine Antwort. Aber dein Herz! Denn dein Herz oder dein Bauchgefühl haben eine Art eigener Intelligenz. Du bist darüber mit etwas Größerem verbunden. In der Verbundenheit mit dieser Macht zählen die Argumente des Kopfes nicht mehr alleine, sondern eine weitere „Intelligenz“ kann hinzukommen.

Die großen und wichtigen Entscheidungen habe ich sehr viel mehr aus meinem Herzen oder Bauchgefühl heraus getroffen. Mein Kopf durfte dabei sein, die Machbarkeit und möglichen Konsequenzen abwägen. Aber die Entscheidung hat er nicht getroffen.

Lass los …

Wenn Entscheidungen anstehen, nehme ich mir etwas Zeit zum Innehalten. Ich gehe raus in die Natur oder meditiere. Ich verbinde mich mit dieser größeren Macht und bitte um einen Impuls oder eine Erkenntnis. Und dann lasse ich los. Ich will keine Entscheidung erzwingen und versuche die Gedanken dazu anzuhalten oder zu verlangsamen.

Und manchmal geschieht dieses Wunder: Klarheit entsteht.

… und entscheide

Dieses Vorgehen klappt nicht immer. Manchmal ist mein Kopf zu verstrickt, sodass mir das Loslassen schwerfällt. Vor lauter Denken und abwägen, kann ich die Stimme meines Herzens nicht hören. Die Gedanken drehen sich weiter: ja oder nein? Dann braucht es vielleicht noch etwas Zeit, in der meine Bereitschaft zur Entscheidung wachsen und reifen kann.

Und wenn du dann einen Impuls verspürst, dann mache dir bewusst: Dieser Impuls ist die Stimme deines Herzens. Wertschätze ihn als das. Mach ihn nicht klein, lass deinen Kopf nicht damit herumdiskutieren. Fühle diesen Impuls, diese Klarheit. Nähre sie, lass sie sich entwickeln. Und schau, wie du dich damit fühlst. Achte auf deinen Körper. Wie fühlt er sich damit?

Und dann: Entscheide!

 

Bildnachweis für diesen Beitrag: Natur, Baum, Nebel © jplenio (pixabay CC-0)

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