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Innere Mauern – meine selbst errichteten Grenzen

Eine Mauer aus Steinen ist zu sehen, auf die ein rotes Herz gesprüht ist. Die Mauer symbolisiert innere Mauern.
Lesezeit: 2 Minuten

Zeitreise

Manchmal wünsche ich mir die Zeit zurück, in denen ich die Gründe für mein Zögern, meine Zweifel und meine Untätigkeit im Außen finden konnte. Als die Umstände Schuld waren und ich keine Zeit hatte. Da lastete meine eigene Verantwortung nicht so schwer auf meinen Schultern. Sie flüsterte nur leise in mein Ohr, doch auf dem Ohr konnte ich mich taub stellen.

Auf dem Ohr kann ich wieder hören

Mit der Erkenntnis, dass ich nicht das Opfer der Umstände bin, fällt meine bequemste Ausrede weg. Ich möchte um nichts in der Welt die Zeit zurück haben, in denen ich mich hilflos und der Situation ausgeliefert gefühlt habe. Dass ich Handlungshoheit in meinem Leben wieder erlangt habe, ist eine meiner wichtigsten Erkenntnisse und Veränderungen für mich. Gleichzeitig habe ich eine leichte Begründung verloren, warum ich nicht in die Gänge komme, keine Entscheidung treffe.

Was hindert mich?

Wenn mich also nicht die äußeren Umstände davon abhalten, etwas zu tun und ich auch die Zeit habe: was hindert mich daran in die Puschen zu kommen?

  • Meine Bequemlichkeit? Vielleicht. In der Komfortzone lebt es sich ruhig und angenehm. Lebendigkeit und Abenteuer erlebe ich dort aber nicht.
  • Meine begrenzten Möglichkeiten? Das kann ich nicht ausschließen, ich halte es aber für unwahrscheinlich. Wenn ich etwas möchte, glüht in mir ein Funke. Dieser Funke glüht nur, wenn auch ein Samenkorn für die nötige Fähigkeit liegt.
  • Mein begrenzendes Denken? Viel mehr als fehlende Fähigkeiten bremse ich mich selber aus durch Gedanken wie „ich kann das nicht“. Meine eigenen Gedanken bauen Mauern, die mein Mut nicht durchdringen kann.

Innere Mauern

Aus was bestehen innere Mauern? Ich glaube, jeder Mensch hat in irgendeiner Form innere Mauern gebaut. Diese sind aus verschiedenen Materialien, unterschiedlich hoch und unterschiedlich dick.

Mauern, um sich zu beschützen

Oft bauen Menschen Mauern, um sich zu beschützen. Sie möchten nicht mehr von außen verletzt werden. Also legen sie sich ein dickes Fell zu, um Angriffe oder mögliche Verletzungen abprallen zu lassen. Leider sind diese Mauern undurchdringlich, auch für Mitgefühl oder Liebe. Denn gerade vor der Liebe wollen sich viele schützen, weil sie in der Vergangenheit verletzt wurden.

Mauern, um sich nicht zu zeigen

Es gibt auch innere Mauern, mit denen Menschen verhindern wollen, sich wirklich zu zeigen. Sie schämen sich dafür wie sie sind. Oft haben sie in der Kindheit gelernt, dass sie, so wie sie sind, nicht in Ordnung sind. Um keine Ablehnung zu erfahren, zeigen sie sich nicht. Hinter ihren inneren Mauern verstecken sie sich und ihre Potenziale.

Meine Grenzen einreißen

Jede Art von innerer Mauer begrenzt mein Leben in seiner Leichtigkeit, Lebendigkeit und Fülle. Mir einzugestehen, dass es von mir selber errichtete Mauern in meinem Leben gibt, ist der erste Schritt, sie abzutragen. Um die Mauern einzureißen ist es nicht notwendig zu wissen, wo die Mauern herkommen. Wenn ich erkannt habe, dass ich mich selber begrenze, habe ich mich in dem Moment ermächtigt, die Mauern auch wieder einzureißen, denn sie sind meine eigene Schöpfung.

Lass den Moment nicht verstreichen

Wenn die Erkenntnis da ist, kommt es darauf an, den inneren Funken zu nähren. Mit dem Aufleuchten einer inneren Wahrheit verändert sich innerlich etwas. Und diesen Moment gilt es zu nutzen. Dieser Moment hat eine innere Kraft aus dem Mut und Zuversicht entstehen können. Daher lass diesen Moment nicht verstreichen. Ergreife ihn und mache den nächsten Schritt! Du brauchst nicht die ganze Mauer auf einmal einzureißen, aber nutze diesen Moment und die ersten Steine bröckeln aus der Mauer.

 

Bildnachweis für diesen Beitrag: Steine, Wand, Herz © Blickpixel (pixabay CC-0)

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