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Du bestimmst dein Morgen

Ein neuer Morgen bricht über einem bewaldeten Tal mit Nebel heran.
Lesezeit: 3 Minuten

Vom Kalenderspruch …

Der Satz, der mich zu diesem Artikel inspiriert hat, lautet “was du im heute tust, bestimmt dein Morgen”. Dieser Satz hat etwas von einem Kalenderblatt, das ich heute abreiße, wohlwollend dazu nicke, und dann ist der Satz vergessen. Aber es liegt eine Wahrheit in diesem Satz, die viel mit mir und meinem Weg zu tun hat. Denn aus vielen wortwörtlichen “Morgen”, also dem folgenden Tag, wird ein großes übergeordnetes Morgen, das in einer Zeit von sechs oder zwölf Monaten, einem oder fünf Jahren liegen kann.

… zum Handeln für mein Morgen

Mein Handeln ist oft auf die aktuelle Situation ausgelegt. Das, was jetzt ansteht, wird getan. Und das ist auch gut so. Ich kann mein Leben nur im ‘jetzt’ leben, nicht im gestern und nicht im Morgen. Und gleichzeitig weiß ich: Was ich heute für mein Leben entscheide, bestimmt mein Morgen.

  • Entscheide ich mich heute, endlich wieder mit Sport anzufangen, verändert das meine Zufriedenheit von morgen.
  • Investiere ich heute Zeit in mein Projekt, motiviert es mich, auch morgen aktiv zu sein. So kann ich in sechs Monaten darauf zurückschauen, was ich Tag für Tag bewegt habe.
  • Fange ich heute an, nach einem neuen Job zu suchen, komme ich der Veränderung in meinem Leben näher, die ich mir wünsche.

Die Bremse in mir

Allerdings geschieht es nicht selten, dass ich das, was ansteht, eben nicht tue. Es passiert mir oft, dass ich für den kurzfristigen Moment der Zerstreuung oder Ablenkung, die wirklich wichtigen Themen hintenan stelle.

Die Kleinen …

Das kann ein kleines Thema sein, wie eine Überweisung, die ich erledigen möchte, oder ein Anruf bei meinem Vater, der gerade mit einer fiesen Bronchitis kämpft. Ich unterschätze dabei immer wieder, dass aus einer Vielzahl kleiner nicht erledigter Themen, sich ein Wust von To Dos ansammelt, der wie ein Stein in meinem Magen liegt. Über diesen Stein, den ich heute nicht weggeräumt habe, stolpere ich Morgen.

… und die großen Themen

Noch schwerer wiegen jedoch die großen Entscheidungen, die ich immer wieder hintenan gestellt habe: Obwohl ich es besser wusste, blieb ich in einer Beziehung, die nicht so war, wie ich es mir gewünscht habe. Auch wenn ich schon lange die Klarheit hatte, dass ich mir einen neuen Job wünsche, dauerte es noch Jahre, bis ich den Mut hatte, zu wechseln. Durch meine Entscheidung, keine Veränderung herbeizuführen, habe ich mein Morgen bestimmt.

Nicht zu leisten, ist okay

Es ist in Ordnung, nicht immer sofort das zu erledigen, was ansteht. Lange Zeit war ich sehr leistungsorientiert, sodass ich heute Tage wertschätzen kann, an denen ich mich nicht darüber definiere, was ich geleistet habe. Dieses “Nichtleisten” nenne ich auch gerne “Müßiggang” – also nichts tun und es genießen.

Die Dosis macht′s

Ich brauche Müßiggang jedoch wohl dosiert. Zu viel Untätigkeit macht mich unzufrieden. So wertvoll echter Müßiggang hin und wieder ist, brauche ich die Balance zwischen nichts tun und ins Tun kommen. Tage, die einfach so verstreichen, weil ich mich zu nichts wirklich aufraffen kann, bringen mir keine Entspannung oder neue Kraft, sondern Unzufriedenheit. An diesem Tag habe ich mein Potenzial nicht gelebt.

Die Kraft für Morgen

Woher kommt die Kraft, heute schon mein erfülltes Morgen zu gestalten? Anders als viele Menschen glauben – und es von der (Unterhaltungs-)Industrie suggeriert bekommen – kommt die Kraft nicht auf der Couch oder beim Shopping. Beides schürt die Unzufriedenheit weiter. Konsum hält unzufrieden, denn ich versuche die Leere in mir mit etwas von außen zu füllen.

Fülle erfahre ich im Geben. Wenn ich ins Tun komme, können sich meine Potenziale entfalten. Das nach Außen zu bringen, was in mir ist, bringt Fülle ins Leben. Die Kraft kommt mit dem Leben meiner Potenziale.

Deine Selbsttäuschung bremst dein Morgen

Wenn du jetzt denkst, dass das für dich nicht gilt, da du ja keine Potenziale hast, dann liegst du völlig falsch. Jeder Mensch ist mit einzigartigen Fähigkeiten und Potenzialen in sein Leben gekommen.

Hier drei mögliche Gründe, warum du denkst, du hättest die Potenziale und damit die Kraft nicht, heute für dein Morgen ins Tun zu kommen:

  1. Die Komfortzone: Du wärst ja so gerne zufriedener sein, aber etwas zu verändern ist so anstrengend. Daher bleibst du lieber in deiner Komfortzone auf der Couch. In deiner Komfortzone findest du deine Potenziale – und ein erfülltes Leben – jedoch nicht.
  2. Die Anderen: Um dich herum sind alle unzufrieden. Das scheint dir normal. Die anderen leben ihre Potenziale auch nicht und füllen die Leere im Inneren lieber mit Konsum. Weil keiner nach der inneren Fülle sucht, machst du diesen Impuls in dir immer wieder platt.
  3. Das Außen: Du suchst die Lösung für deine größte Herausforderung im außen. Der andere müsste dir nur die Wertschätzung geben, die du selber für dich nicht hast, dann ist auch deine Kraft da. Aber dein wertvollster Schatz liegt in dir: deine Inspiration, Kreativität und Selbstliebe liegen nur in dir.

Heute für dein Morgen

Es liegt nur an dir, dein Morgen zu gestalten. Niemand anderes kann das für dich tun. Gelingt es dir dazu das innere Ja zu spüren, hast du den ersten Schritt gemacht, die Kraft des Gestalters zurück in dein Leben zu holen.

Nur du kannst dafür sorgen, dass du ein erfülltes Leben lebst.
Nur du kannst die Entscheidungen treffen und die nötigen Schritte gehen.
Nur du kannst heute dein Morgen gestalten.

Vertraue dir, mache den nächsten Schritt in Richtung zu deinem Morgen und deine Kraft wird kommen.

 

Bildnachweis für diesen Beitrag: Landschaft, Tal, Nebel © stevepb (pixabay CC-0)

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