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Wenn die Vergangenheit anruft, geh nicht ran

Im Rückspiegel eines Autos ist die hinter uns liegende Straße zu sehen - ein Bild für das Zurückschauen in die Vergangenheit.
Lesezeit: 2 Minuten

“Wenn die Vergangenheit anruft, geh nicht ran. Sie hat dir nichts Neues zu erzählen.”
Unbekannt

Für die großen und die kleinen Dinge

Dieser Satz stimmt nicht nur für die großen Dinge, die Verletzungen oder schmerzhaften Erinnerungen deines Lebens. Auch für die kleinen Ärgernisse nehme ich mir diesen Satz gerne zur Unterstützung.

Was gestern war …

Ich habe mich gestern über ein Telefonat sehr geärgert. Noch heute denke ich daran, dass ich mich bei dem Telefonat nicht gut behandelt gefühlt habe.

Welches Gefühl begleitet mich heute dabei? Es ist der gleiche Ärger wie gestern.

… kann ich heute nicht ändern

Kann ich mit meinem Ärger heute etwas daran ändern? Nein, das Telefonat war, so wie es war. Es war keine große Sache und dennoch ärgert es mich noch heute. Indem ich immer wieder darüber nachgrüble, was ich hätte anders machen können, halte ich den Ärger lebendig.

Moralische Unterstützung für die Vergangenheit

Weil ich mich ungerecht behandelt fühle, erzähle ich Freunden davon, weil ich mir Mitgefühl und Verständnis wünsche. Auch damit wärme ich die Geschichte erneut auf. Das Gefühl des Ärgers ist wieder da und genauso frisch und intensiv wie gestern.

Die Dauer eines Gefühls

Fakt ist: Ein Gefühl – egal ob leicht oder schwer – bleibt 90 Sekunden. Die schönen Gefühle verlängere ich gerne. Ich schwelge in Erinnerungen und frische damit das Gefühl der Geborgenheit oder der Freude wieder auf.

Mit dem Hochholen des Ärgers frische ich auch dieses Gefühl immer wieder auf. Dabei ist es körperlich nach 90 Sekunden verraucht.

Es ist deine Entscheidung

Mache dir bewusst: Du entscheidest, ob du die Gefühle der Vergangenheit immer wieder hochholen willst oder nicht. Bist du dir dieser Macht bewusst?

Bitte versteh mich nicht falsch: Mir geht es nicht darum, dass du dir dein Leben schön redest oder belastende Situationen verdrängst. Erlaube dir voll und ganz in das Gefühl hineinzugehen. Jedes Gefühl von dir möchte gesehen und gelebt werden.

Was jetzt da ist

Und dann lass los. Lass das Gefühl gehen. Erzähle dir und anderen nicht immer wieder die Geschichte, was dir angetan wurde.

Schaue auf das, was jetzt da ist. Das ist das, was zählt. Das ist dein Leben.

 

Bildnachweis für diesen Beitrag: Rückspiegel, Außenspiegel, Auto © Hans (pixabay CC-0)

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